Die Ursprünge AnanDaos

AnanDao basiert auf den alten Traditionen des Yoga und Daoismus. Hier erfährst Du mehr über diese verschiedenen Ursprünge, die zu der Symbiose beider Systeme geführt haben.

Yoga

Yoga ist gleichzeitig eine indische Lebensphilosophie, ein Übungssystem und ein Weg zur Selbsterkenntnis. Das Wort Yoga stammt aus der Wurzel „Yuj“ des Sanskrit und meint „vereinigen, zusammenbinden oder verbinden“. Yoga ist also Union, Einheit, Vereinigung oder Integration. Es ist die Vereinigung aller unterschiedlichen Teile in uns, die Union von Körper, Geist und Seele, aber auch die Vereinigung von Mensch und Natur und schließlich die Integration des Individuums mit dem universellen Bewusstsein, das Höchste, das Göttliche.

Die Vereinigung mit dem Einem ist das höchste Ziel im Yoga und wird in den verschiedenen asiatischen Philosophien Samadhi, Moksha, Befreiung oder Erleuchtung genannt.

Wer Samadhi erlangt hat, erkennt seine wahre Natur und befreit sich von Leid und Tod. Diese Natur ist "Sat - Cid - Ananda", was als "ewig - allwissend - glückselig" übersetzt werden kann. Laut der Yoga-Philosophie ist alles in der Welt Energie, diese Energie ist eins und befindet sich in allen Dingen und Lebewesen, sie ändert nur ihre Form.

Die Grundlagen des Yoga stammen aus den alten indischen Schriften: den Veden, den Upanischaden und der Bhagavad-Gita. Sie wurden von Patanjeli zusammengefasst. Sein Werk besteht aus 194 Sutras (Lehrreden) und bildet die Grundlage für das moderne Yoga. Ursprünglich war Yoga ein rein spiritueller Weg, der vor allem die Suche nach Befreiung durch Meditation zum Ziel hatte.

Im Laufe der Zeit sind verschiedene Yoga-Systeme entstanden, weil man hat die positiven Wirkungen der körperlichen Arbeit erkannt hatte und sie wurden immer weiter entwickelt.

Die moderne Zivilisation mit ihren Anforderungen suchte mehr und mehr die Kombination aus Workout und Entspannung. Es gibt mittlerweile zahlreiche Yoga-Wege - manche Systeme basieren mehr auf den Asanas (Körperstellungen), Pranayama, Atemübungen, der richtigen Ernährung und moralisch-ethischen Regeln. Andere Yoga-Wege wie Bhakti Yoga fokussieren sich auf spirituelle Tätigkeiten wie Meditation, Mantra-Chanting, Gebet und Zeremonien.

Die körperliche Arbeit ist der Schlüssel zu einer tiefen Erfahrung auf physischer, energetischer und emotionaler Ebene. Der Körper wird kraftvoll und entspannt, negative Eindrücke werden zu positiven Emotionen wie Freude und Liebe transformiert und im Geist tritt Ruhe ein.

Meditation ist ein wichtiger Bestandteil jedes Yoga-Systems. Sie beruhigt den Geist, hilft uns ihn zu kontrollieren und ermöglicht uns einen Blick in unsere wahre Natur. Ohne Meditation kann keine Befreiung stattfinden. Im Mittelpunkt der Yoga-Praxis steht die Kontrolle unseres unruhigen, wandernden und bewertenden Geistes. Wer den Geist kontrollieren kann, wird Meister seines Lebens. Laut dem Prinzip des Karmas (Ursache und Wirkung) ruft jede Handlung eine Reaktion hervor. Wenn wir den Geist kontrollieren, kontrollieren wir unsere Taten und Gedanken, damit erlangen wir die Möglichkeit unsere Realität zu gestalten.

Der Weise Patanjeli definiert Yoga in dem kurzen Satz: „Yogas Chitas Vriti Niroda“ - "Yoga ist das Zur-Ruhe-Kommen der Denkbewegung"

Das Dao

Daoismus ist eine chinesische philosophische Lehre, die den Grundstein der inneren Kampfkünste aber auch der traditionellen chinesischen Medizin bildet. Im Kern des Wortes Daoismus steht der Begriff Dao. Ursprünglich bedeutet das Wort Dao "Weg" oder "Lebensweg", allerdings gibt es unzählige Übersetzungen wie „Methode“, „Prinzip“, „der rechte Weg“. Bei Laozi nimmt dann der Begriff des Dao die Bedeutung eines der ganzen Welt zugrunde liegenden, alldurchdringenden Prinzips an. Es ist die höchste Wirklichkeit und das höchste Mysterium, die uranfängliche Einheit, das kosmische Gesetz und das Absolute.

Das höchste Ziel der Daoisten ist das Dao selbst zu erfahren. Das Dao in der Natur zu erkennen und dessen Manifestation in den Geschehnissen des Alltags. Damit können die Daoisten ein tiefes Begreifen der Wandlungsprozesse der Natur erlangen und ein Leben in Einklang mit der Natur führen.

Die daoistische Lehre wurde durch Naturbeobachtung entwickelt. Die Daoisten haben erkannt, dass die Natur sowohl mit Weichheit und Geschmeidigkeit, mit Sanftheit und Nachgiebigkeit groben Kräften begegnet. So kann alles Harte und Starre überwunden werden.

Daher soll der Daoist sowohl körperlich als auch geistig weich und flexibel werden und so innere Harmonie entwickeln. Dann werden Körper und Geist gesund und stark, die Lebenszeit verlängert sich und man hat mehr Zeit das Dao zu erfahren.

Aus dem Dao, die uranfängliche Einheit WuJi, sind zwei Kräfte geboren – Yin und Yang. Diese symbolisieren zwei gegensätzliche Pole, die ohne einander nicht existieren können und zusammen immer eine Einheit bilden. Alle existierenden Dinge lassen sich in ihren Eigenschaften Yin und Yang zuordnen.

So wie z.B. Tag (Yang) und Nacht (Yin), der Zyklus der Jahreszeiten oder die Stadien eines Lebens. Auch in der traditionellen chinesischen Medizin bilden die Kenntnisse von Yin und Yang die Basis zur Diagnose und Therapie von Erkrankungen.

Aus Yin und Yang entstanden schließlich die „zehntausend Dinge“, also der Kosmos und die Ordnung der Dinge unseres täglichen Lebens.

Das Dao selbst ist keinem omnipotenten Wesen zuzuschreiben, sondern es ist Ursprung und Vereinigung der Gegensätze, womit es letztlich undefinierbar ist.

Philosophisch könnte man das Dao als jenseits aller Begrifflichkeit beschreiben, weil es der Grund des Seins, die transzendente Ursache ist und somit alles, auch den Gegensatz von Sein und Nicht-Sein, enthält.

Wudang

2004 haben Ralf und Noa Peekel einen magischen Ort in China entdeckt. Die heiligen Berge von Wudang, wo Zhang San Feng die inneren Kampfkünste Qi Gong und Tai Chi entwickelt hat und Zhen Wu, ein Prinz, zum unsterblichen Krieger geworden ist. Heute ist Wudang UNESCO-Welterbe, Zentrum für Wudang-Kampfkunst und daoistische Philosophie. Dieser Ort wurde zu Ralfs und Noas spiritueller Heimat und Quelle der Inspiration.

Die Berge von Wudang sind eines der wichtigsten Zentren für daoistische Kultur in China. Auch bekannt als Tai He-Berge befinden sie sich in der Nähe der Stadt Shi Yan in der Provinz Hubei. Der höchste Berg und die gleichzeitig höchste Tempelanlage ist Jin Ding.

Als der größte daoistische Komplex ist Wudang über einige Jahrhunderte erbaut worden. Die ersten Tempel auf Wudang wurden während der Tang-Dynastie (618-907) konstruiert. In dieser Zeit war der Daoismus eine Landesreligion in China, gleichzeitig mit dem Buddhismus und dem Konfuzianismus.

Die daoistische Bewegung in Wudang fing mit einigen Anhängern an, die sich auf dem Berg trafen, um ihre Gebete in der Natur zu praktizieren.

Der Sage nach erlangte der legendäre, daoistische Priester Zhang San Feng in den Bergen von Wudang Unsterblichkeit. Er entwickelte die Konzepte der inneren Kampfkünste und speziell die 13 Positionen des Tai Ji Quan (auch Tai Chi Chuan).

Zhang San Feng wurde in den Bergen Wudangs inspiriert als er den Kampf zwischen einer Schlange und einem Vogel sah.

Das inspirierte seine Kampfkunst und er begann die Daoistische 13´er Tai Ji Quan-Form zu kreieren. Die 13 Positionen Tai Ji Quan formen die Basis für die internen Kampfkünste des Wudang.

Wudangs internes Kung Fu basiert auf den Grundregeln der Unendlichkeit (Yi Wu Ji), dem höchsten Prinzip und den zwei Gegensätzen (Tai Ji).

Unser Meister Yuan Xiu Gang ist daoistischer Priester der 15. Generation in der Linie des Zhang San Feng aus Wudang. Diese Abstammung geht somit zurück auf Zhang San Feng persönlich.

Mit sieben Jahren begann Meister Yuan sein Basistraining in Wushu. Er wurde im Shaolin-Tempel ausgebildet und ging 1991 in die Berge von Wudang und wurde ein Schüler von Großmeister Zhong Yun Long.

Nachdem er als 15. Generation akkreditiert wurde, bekam er von seinem Meister Zhong Yun Long - mit der Mission die Reichweite der daoistischen Lehre und Ihre Wirkungen zu erweitern - die Erlaubnis seine eigene Schule „Traditionell-daoistische Kung Fu Akademie Wudang“ zu gründen.

2012 wurde Ralf als einer der ersten westlichen Schüler mit dem daoistischen Namen Pi Mao Zi Xu offiziell in die Linie der 16. Generation Zhang San Feng Pai akkreditiert.